Call for Paper

“Facing Antisemitism – multidimensionale Strategien im Umgang und der Prävention mit Antisemitismus an Schulen”

Das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik startet gemeinsam mit dem Referat für Pädagogische Angelegenheiten der ÖH Bundesvertretung, einen Aufruf zur Einsendung von Konzepten. Vor allem Studierende an Pädagogischen Hochschulen aber auch alle, die sich mit dem Thema genauer auseinandersetzen möchten sind angehalten, Papers einzusenden:

Wenn an der Schule gestritten wird, fallen manchmal Begriffe deren Tragweite die Schüler_innen nicht einschätzen können. “Du Jude” als Schimpfwort und Verschwörungstheorien in denen “Die Juden” als Strippenzieher des Weltgeschehen benannt werden sind keine Einzelfälle sondern Alltag. Antisemitismus an Schulen wird nicht nur oft als harmlose Streitereien bagatellisiert sondern auch einfach ignoriert, da Pädagog_innen nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.

Lehrer_innen müssen Antisemitismus als gängige Diskriminierungsform neben anderen, erkennen und benennen können sowie aktiv dagegen vorgehen. Das reicht von Situationen, in denen ein_e Sportlehrer_in weiß, wie er_sie auf antisemitische Beschimpfungen der Schüler_innen untereinander reagiert bis hin zur Kontextualisierung im Philosophieunterricht. Derzeit fehlen auf allen Ebenen Lösungsansätze sowie Vorschläge für konkrete Maßnahmen – Was in der Schule gebraucht wird, ist ein multidimensionaler Präventionsansatz. Damit sind Interventionen auf vielen Ebenen gemeint, die das Schulklima prägen: organisatorische und personelle Ressourcen, Kommunikationsstrategien, fachliche und pädagogische Kompetenzen der Lehrkräfte. Es muss auch Aufgabe der Schule sein, menschenverachtende Ideologien laufend wahr zu nehmen und Schüler_innen zu motivieren und qualifizieren sich nachhaltig für Gleichwertigkeit und Menschenrechte einzusetzen.

Wir freuen uns über Konzepte die sich folgenden Frageschwerpunkten widmen:

  • Wie soll die Sensibilisierung aller Schulangehörgen aussehen damit Antisemitismus erkannt und entgegen gewirkt werden kann
  • Wie können sich Lehrkräfte entschieden gegen Antisemitismus stellen, im Bezug auf ad hoc Reaktionen
  • Was sind Strategien um Antisemitismus an Schulen präventiv zu begegnen

Es ist euch überlassen, ob ihr nur einen dieser drei Schwerpunkten in eurem Paper behandelt oder alle drei.

Wir bitten um ein Abstract und Lebenslauf bis 15. Juli 2018 an mere@oeh.ac.at um eine Vorauswahl treffen zu können. Ihr werdet bis spätestens 30. Juli über die Annahme des Abstracts informiert und könnt uns dann, bis zum 15.Oktober euer Paper einsenden.

Das Paper soll ungefähr 10 Seiten umfassen. Das Gewinner- Paper wird am Kongress “Facing Antisemitsm” der ÖH von 15.-17. November 2018 präsentiert werden und der_die Verfasser_in ein Preisgeld von 400 Euro erhalten.

Das Konzept wird durch die ÖH an pädagogische Hochschulen herangetragen. Die ÖH wird sich dafür einsetzen, dass das ausgewählte Konzept in Curricula sowie Lehre implementiert wird und bundesweit Strategien gegen Antisemitismus an die Pädagogischen Hochschulen herangetragen werden.

Timeline:

  • Abstractabgabe bis spätestens 15.Juli
  • Annahme des Abstracts bis 30.Juli
  • Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2018

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik & das Referat für Pädagogische Angelegenheiten